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Totes Meer – Wellness- und Kurort

Das Tote Meer ist nicht wirklich tot, auch wenn in ihm nur Mikroorganismen und Pflanzen mit einer hohen Salztoleranz überleben können. Und es ist im eigentlichen Sinne auch kein Meer, sondern ein abflussloser Binnensee mit einer Gesamtfläche von etwa 800 Quadratkilometern. Das Tote Meer liegt im Jordangraben am Rande der judäischen Wüste zwischen Israel an seinen West- und Jordanien an seinen Ostufern. Seine Höhe wird mit 400 bis 420 Metern unter dem Meeresspiegel angegeben. Damit sind seine Ufer die am tiefsten gelegenen natürlichen Landflächen der Erde. Das Tote Meer ist mit einem Salzgehalt von 33% mehr als 10 Mal zu salzig wie das Mittelmeer. Es wird von mehreren Flüssen, darunter dem Jordan, gespeist. Das Flusswasser verdunstet, sobald es das Tote Meer erreicht hat und lässt einen Cocktail aus Salz und Mineralien zurück. Da die Menge des verdunstenden Wassers größer ist als die hereinströmende besteht das Tote Meer mittlerweile aus zwei Teilen.

Klima am Toten Meer

Die klimatischen Bedingungen am Roten Meer sind für einen Badeurlaub und Wellnessreisende geradezu ideal. Das ganze Jahr über herrschen heiße Temperaturen (im Sommer oftmals über 50°C) und die Luft ist mit Sauerstoff angereichert. Ein Dunstschleier, der sich durch die hohe Verdunstung bildet, filtert die schädlichen UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht fast vollständig heraus, so dass auch ein etwas ausgedehntes Sonnenbad nicht zur Beeinträchtigung der Gesundheit führt. Das mineralstoffhaltige Salzmeer und der mit Mineralien angereicherte Schlamm haben heilende Wirkung vor allem bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Oft reicht schon der Aufenthalt im Freien mit gelegentlichem Baden im Meer, um erstaunliche Heilerfolge zu erzielen.

Salzgehalt

Das Wasser, dessen Dichte durch den Salzgehalt höher ist als bei Meereswasser, trägt den menschlichen Körper mühelos. Rücken und Muskeln werden so auf angenehme Weise entspannt. Für den Tourismus Israels ist das Tote Meer ein wichtiger Faktor. An seinen Ufern entstanden gepflegte Strandanlagen mit einem bequemen Zugang zum Wasser. In den großen Besucherzentren wurde eine moderne Touristikinfrastruktur mit Hotels, Herbergen, Restaurants, Gasthäusern, Einkaufszentren sowie diversen Vergnügungszentren geschaffen.

Totes Meer

Totes Meer ©iStockphoto/vvvita

Wellness und Kur

Das Tote Meer wird auch als „tiefster Wellnessort der Erde“ bezeichnet. Touristisch interessant sind unter anderem die Heilbäder Neve Zohar und En Bokek. Letzteres gehört zu den größten israelischen Kurzentren am Toten Meer und befindet sich am südlichen Becken des Toten Meeres. Inmitten einer beeindruckenden Kulisse der sich rund um den Ort ausdehnenden Steinwüste dreht sich alles um Urlaub, Wellness und Kurangebote. Das am Ufer getrocknete Salz erweckt den Eindruck eines weißen Sandstrandes. Nur wenige Kilometer von der Grenze zum Westjordanland liegt die Oase von En Gedi im nördlichen teil. Der dort seit 1953 bestehende Kibbuz hat sich auf Tourismus spezialisiert. Ein Hotel inmitten eines herrlichen botanischen Gartens, ein Heilbad mit heißen Schwefelquellen sowie eine Campingplatz sorgen für Unterkunft und Wellnessangebote. Vom Kibbuz aus sind es etwa noch 40 Kilometer bis Jerusalem.

Sehenswürdigkeiten

Eine Reise zum Toten Meer ist auch immer wieder ein Eintauchen in die Ursprünge unserer Kultur. Viele der aus der Bibel bekannten Orte liegen in einer Entfernung von weniger als 100 Kilometern vom Toten Meer entfernt. Die Festung Masada auf einem Tafelberg beispielsweise bietet nicht nur einen beeindruckenden Blick über das Tote Meer, sondern blickt auf schicksalsträchtige Jahre zurück. Sie war Schauplatz zahlreicher Belagerungen und eines Massenselbstmordes von 960 Juden, die lieber starben, als in die Hände der Römer zu fallen. Auch die archäologische Fundstätte Qumran gehört zu den von Touristen viel besuchten Orten. Die Ruinen der antiken Stadt wurden in den 1950er Jahren vollständig freigelegt. Bekannt wurde diese Stätte vor allem durch die Schriftenrollen, die in elf Höhlen gefunden worden waren.

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