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Ashkelon

Ein weiterer der fünf Fürstensitze der Philister war Ashkelon, eine bis in kanaanitische Zeit hineinreichende Handelsstadt. Ashkelon liegt an der Südküste von Israel. Der Ort hat verschieden Schreibweisen: Ashkelon wird auch Aschkelon geschrieben. Nach Flavius Josephus erlebte Ashkelon eine Blütezeit unter König Herodes, der, so vermutet man, hier geboren wurde. Er ließ hier zahlreiche prachtvolle Gebäude erbauen.

Die Byzantiner übernahmen die Stadt und fügten ihrerseits prunkvolle Basiliken hinzu. Später stiftete Kalif Abd el-Malik eine Moschee (er erbaute auch den Felsendom in Jerusalem). Die weitere Geschichte wurde geprägt durch die Kreuzfahrer, die Mamelucken und den im 18. Jh. lebenden und in Akkon regierenden Ahmed el-Jezzar. Letzterer fügte nichts hinzu, sondern baute ab: Für sein Aushängeschild Akkon benötigte er dringend Baumaterial. Fortan war Ashkelon unbedeutend. Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde die Entwicklung der Stadt vorangetrieben. Ashkelon ist heute eine ausgesprochen grüne Stadt mit einem großen Industriegebiet, aber auch einem herrlichen Sandstrand. In Ashkelon endet die Erdölpipeline, die von Eilat hierher das Schwarze Gold transportiert, das von hier aus in alle Welt verschifft wird.

Nationalpark

Der Nationalpark liegt etwas südlich vom Stadtzentrum. Die alte Siedlung der Philister soll an den Küstenklippen gelegen haben. Der Nationalpark wird von einer Mauer umgeben, die von den Kreuzfahrern stammt, aber bereits von den Römern angelegt wurde. Innerhalb der Mauern stehen Zeugnisse aus allen Herrschaftsepochen, die Ashkelon erlebt hat: zerfallene Mauerreste, imposante Bögen, schöne Säulen und Statuen soweit das Auge reicht.

Römisches Grab

Nördlich des Nationalparks liegt das Römische Grab. Dieses Gewölbe, das mit einem Fresko ausgestattet ist, stammt aus dem 3. Jh.

Byzantinische Kirche

Nördlich des Römischen Grabes, im Stadtteil Barnea liegt die Ruine einer byzantinischen Kirche mit einem herrlichen Mosaik aus dem 5. Jh.

Römische Sarkophage und Yad Mordekhay

Zwei sehr gut erhaltene Sarkophage fand man zufällig bei Bauarbeiten. Sie stehen im Zentrum Ashkelons und zeigen Szenen aus der Mythologie.

Wer eine Szene aus dem Unabhängigkeitskrieg originalgetreu sehen möchte, sollte eine Fahrt zum südlich von Ashkelon gelegenen Kibbuz Yad Mordekhay unternehmen. Der im Jahr 1943 gegründete Kibbuz ist nach dem Kämpfer des Warschauer Ghettos, Mordechai Anilewicz, benannt. Eine Gedenkstätte erinnert an den zähen und übermenschlichen Widerstand des Ghettos. Der Kibbuz machte Geschichte, denn es gelang den Mitgliedern, ägyptische Truppen mehrere Tage aufzuhalten, so dass sich die israelische Verteidigung neu formieren konnte.

Jeweils donnerstags und montags findet im arabischen Migdal ein kleiner Markt statt, auf dem Touristen sowohl Lebensmittel als auch andere interessante Handelsware erstehen können. Im Ortsteil Afridar befinden sich einige sehr empfehlenswerte Restaurants mit orientalischer Küche, die den Gaumen verwöhnen. Ashkelon ist auch für einen Badeurlaub bestens geeignet.

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